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Schutzkommission beim Bundesminister des Innern

Die Schutzkommission beim Bundesminister des Innern wurde 1951 vom damaligen Bundesinnenminister Gustav Heinemann (damals CDU) inauguriert, um das Bundeskabinett in Fragen verheerender Folgen eines neuen Weltkriegs, sowie bei anderen länderübergreifenden Großschadenslagen zu warnen und zu beraten. Ihr Arbeitsgebiet sind allgemeine und spezielle Katastrophengefahren in Krieg und Frieden.

Inhaltsverzeichnis

Organisation

Es ist eine ungewöhnlich unabhängige Kommission: Sie wurde aus angesehenen Gelehrten im Bereich zumal der Naturwissenschaften berufen, ergänzt sich seither durch Kooptationen und wählt ihre Vorsitzenden selber. Sie bearbeitet innenministerielle Anfragen, schlägt eigene Forschungsprojekte vor, publiziert die Schriftenreihe „Zivilschutz-Forschung“ im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und erstellt in unregelmäßigen Abständen eigene „Gefahrenberichte“ (Der erste Gefahrenbericht 1996; der zweite im 2001; der „Dritte Gefahrenbericht“ vom März 2006).

Vorsitzender ist gegenwärtig (2008) Prof. Dr. Lars Clausen (Katastrophenforschungsstelle der Universität Kiel); Ehrenvorsitzender Prof. Dr. Dr. h. c. Arthur Scharmann (Fachbereich Mathematik und Informatik, Physik, Geographie der Justus-Liebig-Universität Gießen).

Der „Dritte Gefahrenbericht“: Massive Lücken in der Katastrophenvorsorge

2006 lagen danach die sechs wichtigsten Lücken in folgenden Bereichen:

  1. Mobilisierung der Selbsthilfepotenziale in der Bevölkerung
  2. Schutz kritischer Infrastrukturen
  3. Warnung und fortdauernde Unterrichtung der Bevölkerung und der Organisationen des Bevölkerungsschutzes und der Katastrophenhilfe
  4. Versorgung und Nachsorge im medizinischen, pharmazeutischen und psychosozialen Bereich
  5. Allgemeine institutionelle Organisation der Notfallversorgung
  6. Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser.

Zur Schließung dieser Lücken gibt die Schutzkommission ihre Vorstellungen und Empfehlungen:

Darüber hinaus: "Weitere Empfehlungen sowie Hinweise auf Forschungsbedarf, der zum Schließen der identifizierten Lücken besteht, sind dem Bericht zu entnehmen."

Ausgewählte Publikationen

Weblinks

Siehe auch